Scientist in Germany reclaiming that there is a serious gap in research of science, especially from the viewpoint of the social sciences. Recently institutes are shut down, e.g. the IWT in Bielefeld, but with respect to the signees of the Memorandum there is a big need of science studies, on the one hand to enable the policy makers in the domain of education and research to build better tools of management and regulation. On the other hand to reach better and differentiated knowledge of science in a total view. Mainly because science is going to be more and more international and the national institutions need a overview to deal with the issues related to that development.
The Future of Science Studies in Germany
Today’s Links from Harvard-ENS Spring School April 26, 2013
Harvard-ENS Spring School
- Anyone of you in Berlin this week?
Technische Universität – Berlin, 25th April 2013 Guest lecture: Prof. Claude Debru “Science and Philosophy: possible interactions” Prof. em. Claude Debru (Ecole normale supérieure, Paris) The lecture will be held in German Thuesday, 25th April 2013, 18.00 p.m Main building … Continue reading
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Émile Durkheim, die Regeln der soziologischen Methode und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ – Teil 7
Zusammenfassung und abschließende Überlegungen
Wie aus der vorangehenden Blog-Posts ersichtlich wird, bestand ein zentrales Anliegen Durkheims darin, Wege zu finden wie sich Verfasstheit und Entwicklung menschlicher Gesellschaften und der ihnen zugrunde liegenden sozialen Phänomene, objektiv beschreiben, erklären und beurteilen lassen. Soll der Anspruch der Objektivität erfüllt werden, so ist es für Durkheim unumgänglich, dass sich die Soziologie von der Philosophie, ihren metaphysischen Konzepten und utopischen Ideen, emanzipiere. Der Anspruch wissenschaftlicher Exaktheit gebiete es, dass sich der Soziologe, entsprechend naturwissenschaftlicher Vorbilder, von allen subjektiven Vorstellungen befreie und seinem Gegenstand unvoreingenommen gegenübertrete. Nur durch ‚Faktenorientierung‘ und ‚Tatsachenblick‘, sowie die unbedingte Bereitschaft jede These wiederholt am Widerstand empirischer Beobachtungen zu überprüfen, könne garantiert werden, dass eine gegebene Beschreibung der tatsächlichen Natur der Dinge entspreche. Die unbedingte Objektivität der Methode, ist demnach das entscheidende Mittel der wissenschaftlichen Erkenntnissicherung, welches für den Wahrheitsgehalt aller getroffenen Aussagen garantiert. Die Begriffe Wissenschaft und Objektivität werden dabei in Durkheims Forschungsprogramm so eng verbunden, dass sie nicht voneinander zu trennen sind. Zur Wissenschaft zu gehören, setzt voraus über eine objektive Methode zu verfügen.
Émile Durkheim, die Regeln der soziologischen Methode und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ – Teil 6
Methodische Konstitution des Forschungsprogramms II – Erklären und Beweisen
Nachdem in den letzten drei Blog-Post (siehe Teil 3, Teil 4 und Teil 5) vorrangig Durkheims ontologische Konstitution sozialer Gesellschaften als “natürliche” Organismen analysiert wurde, möchte ich mich nun wieder mehr der Methodik zuzuwenden.
Wie bereits für die Ebene des Beschreibens aufgezeigt wurde, (siehe Teil 2) zeigen sich Ontologie und Methode eng miteinander verknüpft. Einerseits, so Durkheims Credo, verlange eine an der Empirie orientierte, objektive Methodik, soziale Phänomene wie natürliche Phänomene zu behandeln, andererseits sieht er sich durch die Objektivität der Methode wiederum in seiner These von der organischen Natur der sozialen Phänomene gestützt. Die Objektivität der Methode dient ihm als Wahrheitsgarant seiner Aussagen und muss folglich nicht nur bei der Beschreibung des “inneren sozialen Milieus”[1] einer Gesellschaft, sondern auch bei den Folgeschritten stets gewahrt bleiben.
Émile Durkheim, die Regeln der soziologischen Methode und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ – Teil 5
Zur Klassifikation menschlicher Gesellschaften
Um den von Durkheim erhobenen Anspruch einer funktionalen Beurteilung sozialer Phänomene, bzw. ihrer Erscheinungen erfüllen zu können (siehe Teil 4), muss die Soziologie notwendiger Weise in der Lage sein, wissenschaftliche Aussagen über den evolutionären Verlauf gesellschaftlicher Entwicklungen zu treffen. Ohne Klassifikation von Gesellschaftstypen als Vergleichsbasis, und ohne Kenntnis ihrer Entwicklungsfolge scheint Durkheim jede verlässliche Aussage über die Funktionalität/Dysfunktionalität sozialer Phänomene unmöglich.
In logischer Weiterführung der vorangehenden Überlegungen orientiert sich Durkheims gesellschaftliches Klassifikationsmodell am Vorbild biologischer Evolutions-theorien. Er folgt damit letztlich einem der vorherrschenden, gesellschaftstheoretischen Trends seiner Zeit.[1]
Émile Durkheim, die Regeln der soziologischen Methode und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ – Teil 4
Das Normale und das Pathologische
Wie aus dem vorherigen Blog-Post (Teil 3) ersichtlich wird, ist Durkheims Bruch mit seinen gesellschaftstheoretischen Vorgängern, trotz seiner polemischen Kritik ihrer methodischen Mängel und seiner radikalen Zurückweisung anthropologischer Erklärungsversuche menschlicher Gesellschaften, keineswegs absolut. In seinem Bemühen, das individuelle menschliche Subjekt und seine spezifischen Bedürfnisse aus den soziologischen Erklärungsstrategien zu verbannen, etabliert er parallel dazu die Gesellschaft, als ein neues physisches und psychisches Kollektivsubjekt, das als solches wiederum zum Objekt biologiesierender und psychologisierender Untersuchungen gemacht werden kann.
Émile Durkheim, die Regeln der soziologischen Methode und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ – Teil 3
Die Definition des Sozialen
Induktion und methodischer Zweifel dienen Durkheim – wie sich dem vorangehenden Blog-Post (Teil 2) entnehmen lässt – nicht nur als Garanten der wissenschaftlichen Wahrheitssicherung, sondern erweisen sich notwendigerweise auch für seine eigene Definition sozialer Phänomene als konstitutiv. Damit eine Definition objektiv genannt werden kann, so Durkheim, müsse sie die Phänomene mittels jener Merkmale, die aus ihrer Natur – sprich aus ihnen selbst – hervorgehen, und nicht aufgrund einer wie auch immer gefassten ideellen Anschauung, charakterisieren.[1] Zu einem Zeitpunkt, so Durkheim weiter, wo noch wenig über die Gestalt sozialer Phänomene bekannt sei, müsse zunächst nach den äußerlichsten und allgemeinsten Eigenschaften ihrer Erscheinung gesucht werden. Erst wenn diese erkannt sind, können auf ihrer Grundlage weitere differenziertere Klassifizierungen vorgenommen werden.[2]
GuestPost: Measurement – Representation or Technology? by Alfred Nordmann
Alfred Nordmann, Professor of Philosophy at
Darmstadt Technical University and Adjunct Professor at the Department of Philosophy, University of South Carolina, is a prominent figure in the Philosophy and History of Science and Technoscience. Among his research interests are History of Epistemology, Heinrich Hertz, Ludwig Wittgenstein as well as philosophical dimensions of nanotechnoscience, synthetic biology and climate engineering. In his opening talk at the Dimensions of Measurement Conference, he proposes to shift the philosophical and historical attention to measurement from questions concerning representation, thus culminating in debates on scientific realism, towards examining measurement as a “technology that creates and stabilizes coincidences”. Continue reading
The magical theory of relativity
by Petra Marjai
Émile Durkheim, die Regeln der soziologischen Methode und die ‚Verwissenschaftlichung des Sozialen‘ – Teil 2
Die Kernfrage, die sich konsequent durch die Schriften Émile Durkheims zieht und seinen Überlegungen zugrunde liegt, ist die Frage nach der Verfasstheit menschlicher Gesellschaften. Aufgabe der Soziologie, so Durkheim, ist es, Wege zu finden, wie sich diese Verfassungen objektiv beschreiben, erklären und beurteilen lassen. Entscheidend ist hierbei Durkheims feste Überzeugung, dass Gesellschaften bzw. ihre Verfassungen als Realität sui generis zu betrachten sind. Sie bilden ein Kollektivsubjekt, das sich aus assoziierten Einzelsubjekten zusammensetzt, ohne allerdings darin aufzugehen.[1] Der Versuch, Wesen und Struktur einer Gesellschaft über die Analyse von Individuen zu erklären, scheint ihm folglich ebenso vergeblich, wie die Lebendigkeit eines Organismus aus dem Vorhandensein von Zellen ableiten zu wollen. Damit ist nicht gesagt, dass Menschen kein Bestandteil des sozialen Lebens seien; allerdings rufen sie es, Durkheims Ansicht nach, weder hervor, noch geben sie ihm seine besondere Form. Letztlich tun sie nichts weiter, als es zu ermöglichen.[2] Gegenstand soziologischer Untersuchungen haben somit nicht einzelne Individuen, sondern kollektiv erzeugte Phänomene zu sein, welche die Elemente der gesellschaftlichen Verfassung abbilden.
In diesem und den nachfolgenden Blog-Posts möchte ich versuchen aufzuzeigen, in welcher Weise diese Leitbilder und Prinzipien Durkheims Rede von den sozialen Phänomenen [3] durchziehen, wie sie ihn dazu verleiten, die Soziologie als Wissenschaft von der ‚organischen Natur des Sozialen‘ zu konstituieren und welche Effekte sich daraus für das disziplinäre Selbstverständnis der Soziologie ergeben.




