Mapping controversies on Science and Web 2.0

On this site we like to present our work in progress mapping conroversies on Science and Web 2.0.

Eine kurze Projektbeschreibung:

Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT),[1] ist – zumindest für westliche Gesellschaften – aus verschiedensten Bereichen, wie Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, aber auch aus dem privaten Alltag, inzwischen kaum mehr wegzudenken. Digitale Medien, das Internet und insbesondere die interaktiven und kollaborativen Elemente des “Web 2.0” – wie z.B. “Wikis”, “Blogs” und “Social Networks” – eröffnen vielfältige neue Möglichkeiten, produzieren zugleich aber auch neue Herausforderungen und stellen vor neue Fragen.

Herausforderungen und Fragen, die nicht zuletzt den Wissenschaftsbetrieb selbst betreffen. Dass der steigende Einsatz von vernetzungsfähigen Computern am Arbeitsplatz, die zunehmende Verlagerung der Kommunikation in Richtung E-Mail, neue Möglichkeiten der Recherche in digitalen Katalogen und Datenbanken und der digitalen Publikation von Artikeln und Aufsätzen, die Anwendung von Webtools für Modelle und Simulationen, oder der Rückgriff auf Podcast und e-learning Plattformen in der Lehre, seine Spuren hinterlässt, scheint mehr oder weniger eindeutig.

Doch worin bestehen diese Spuren und worin führen sie? Hat der verstärkte Einsatz von ICT das Potential zentrale Ebenen des Wissenschaftsbetriebs, wie Wissensproduktion, Wissenskommunikation und -distribution, grundlegend zu verändern?  Und wenn ja, wie sind diese Veränderungen aufzunehmen? Sind sie als positiv zu begrüßen, oder sollten wir eher skeptisch sein? Wo gibt es mögliche (offene oder versteckte) Gefahren?

Die Antworten, die bisher auf diese Fragen gegeben wurden, sind keineswegs eindeutig. Die neuen ICT und insbesondere die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des „Web 2.0“, werden als Motoren des Wandels ebenso gefeiert wie auch gefürchtet.  Über einzelne Entwicklungen sind regelrechte Kontroversen entbrannt. Oft hoch emotional werden verschiedene mögliche Entwicklungsszenarios einander gegenübergestellt und anhand unterschiedlicher normativer Kriterien „guter“ wissenschaftlicher Praxis ausgewertet und gemessen.

Zentrale Themen dieser Debatten und Kontroversen, denen wir uns im Rahmen des Seminars “Wissenschaft und Web 2.0 – Kartierung eines kontroversen Feldes” nähern wollen, sind: Open Access, wissenschaftliche Autorschaft, Urheberrecht, Peer Review und Kooperationen zwischen Experten und Laien, bzw. das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit. Vorgesehen ist, anhand gemeinsamer Recherche und Textlektüre, zentrale Akteure, Institutionen, Positionen dieser Kontroversen zu erarbeiten und sie in Bezug auf die enthaltenen Aussagen und Prognosen zum Verhältnis von “Web” und “Science” zu analysieren. Im Vordergrund soll dabei eine systematische Darstellung der einzelnen Debatten der oben genannten Themen stehen. Ziel ist es letztlich diese Kontroversen, einzeln oder gemeinsam, in Form von “Debattenkarten” zu visualisieren.

Visualisierung

Zur Visualisierung der angesprochenen Kontroversen um Open Access, wissenschaftliche Autorschaft werden wir, unter anderem, auf das „Risikokartierungs-Tool” (siehe folgende Abbildung) zurückgreifen. Dieses wurde uns freundlicherweise durch das Projekt „Risikokonflikte visualisiert – Erstellung und Erprobung von internetbasierten Argumentationskarten“, einer Kooperation der Münchener Projektgruppe für Sozialforschung e.V. (MPS) und des Wissenschaftszentrums Umwelt (WZU) in Augsburg, zur Verfügung gestellt.

Interaktive Karte zum selbst ausprobieren:Klick

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Anmerkungen:

[1]  Bei  “Informations- und Kommunikationstechnologien” handelt sich um einen Sammelbegriff für jene Technologien, welche (1) die Übertragung von Information durch den Raum (communicate), (2) die Übertragung von Information durch die Zeit (store) und (3) die geregelte Umformung von Information in Zeit und Raum über einen Algorithmus (compute) ermöglichen.  Geläufige Abkürzungen sind: I&K-Technologie, IuK-Technologie, oder kurz: IKT (engl. ICT).